GeBen

Gebäudeübergreifender Energieaustausch - Rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie Einflussfaktoren

Die Studie GebEn behandelt das Thema der rechtlichen und wirtschaftlichen Analyse des gebäudeübergreifenden Energieaustauschs. Auf Basis einer interdisziplinären Analyse wird getrennt für die Bereiche Wärme und Strom ein – rechtliche, technologische und wirtschaftliche Aspekte integrierender – Analyserahmen entwickelt, mit dem unterschiedliche Systemkonfigurationen analysiert werden können. Als Ergebnis dieser Analyse wird ein Katalog der auf Bundes- wie auch auf Länderebene notwendigen rechtlichen Anpassungserfordernisse sowie ein modular aufgebauter Kriterienkatalog für Musterverträge vorgelegt.

In diesem interdisziplinären Projekt wird getrennt für die Bereiche Wärme und Strom ein – rechtliche, technische und wirtschaftliche Aspekte integrierender – Analyserahmen entwickelt, mit dem unterschiedliche, für die spezifische österreichische Situation relevante, Systemkonfigurationen analysiert werden können.

Als Systemkonfigurationen werden verschiedene Varianten des gebäudeübergreifenden Austausches elektrischer und thermischer Energie (sowohl direkt zwischen Gebäuden als auch über EVUs) verstanden, die in GebEn bestimmt und umfassend analysiert werden. Diese Systemkonfigurationen werden dabei aus rechtlicher Sicht und im Kontext bestehender landes- und bundesrechtlicher Energiegesetzgebung beleuchtet. Dabei ist insbesondere die Frage, wie die Energieverteilung erfolgt (über die bestehenden öffentlichen Netze oder über eine neue (private) Leitungsinfrastruktur), von besonderem Interesse. Zusätzliche Komplexität erhält diese Rechtsanalyse dadurch, dass die Bereiche Wärme und Strom parallel betrachtet werden. Die Rechtsanalyse zeigt dabei nicht nur deterministisch bestehende Problembereiche auf, sondern entwickelt konstruktive Lösungsansätze.

In der simultanen Erarbeitung der Wirtschaftlichkeitsaspekte der einzelnen Systemkonfigurationen liegt der besondere Mehrwert dieser Studie. Die Rahmenbedingungen, unter denen aktuell Verrechnungspreise, Einspeisetarife sowie Netzgebühren berechnet werden und die maßgeblichen Einfluss auf die ökonomischen Auswirkungen des gebäudeübergreifenden Energieaustausches haben, werden ebenso betrachtet, wie Investitionserfordernisse, die den Energieaustausch erst ermöglichen. Hierzu werden Einspeisetarife und verschiedene mögliche Abrechnungsmodelle bewertet, wodurch zusätzlich zu den Ergebnissen der Rechtsanalyse, die wirtschaftlichen Barrieren im Zusammenhang mit gebäudeübergreifendem Energieaustausch umfassend dargestellt werden.

Als zentrales Ergebnis von GebEn wird ein modular aufgebauter Mustervertrag für den Energieaustausch zwischen Gebäuden getrennt für Strom und Wärme vorliegen, der individuell an die jeweiligen Bedürfnisse der Parteien angepasst werden kann. Dabei sind die einzelnen Textbausteine bzw. Module mit informativen Anmerkungen zu ökonomischen und rechtlichen Aspekten kommentiert, um den Prozess der Vertragserstellung optimal zu unterstützen.

Durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ökonomen, Technikern und Juristen im Projekt GebEn wird gewährleistet, dass dem HdZ-Programmziel entsprechend wirtschaftlich umsetzbare, innovative und organisatorische Lösungen für einen CO2-neutralen österreichischen Gebäudesektor entwickelt werden. Durch Zusammenführung der einzelnen analysierten Aspekte des gebäudeübergreifenden Energieaustauschs werden die sich daraus ergebenden Problembereiche näher beleuchtet, aufgezeigt und in weiterer Folge mit Lösungsvorschlägen versehen.

Projektbericht GeBen

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Vortrag bei den World Sustainable Energy Days 

Michael Furtlehner über Legal and economic aspects of cross-building energy exchange
Datum: 28.02.2014
Ort: Wels

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Dieses Projekt wurde im Rahmen des Forschungs- und Technologieprogrammes „Haus der Zukunft Plus“ des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie gefördert. Dieses wird im Auftrag des BMVIT von der Österreichischen Forschungsförderungs- gesellschaft gemeinsam mit der Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH und der Österreichischen Gesellschaft für Umwelt und Technik ÖGUT abgewickelt.

Unsere Projektpartner:

Institut für Energiesysteme und elektrische Anlagen, Energy Economics Group, TU Wien
Energie AG Oberösterreich

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