EnergieZER

Möglichkeiten der Einführung von Energieeffizienz-Zertifikaten in Österreich

Die vorliegende Arbeit behandelt die Möglichkeiten der Einführung einer gesetzlich fundierten Verpflichtung von EVU zur Erbringung von Energiesparmaßnahmen auf Endkundenseite (im folgenden ESO-System für Energy Savings Obligations) und hinterfragt, ob ein ESO-System eine ökonomisch sinnvolle Alternative im Kontext der österreichischen Klima- und Energiepolitik darstellt. Die Basis der angewandten Methodik stellt die Literaturrecherche dar, sie bildet das Fundament für die durchgeführten Experteninterviews: Aus der Aufarbeitung der bestehenden Systeme können auf Basis der quantitativen Werte kaum Aussagen zur Qualität eines Systems gemacht werden. Dies liegt an den mannigfaltigen Rahmenbedingungen und Ausgangssituationen, die eine einzelne, qualitative Bewertung der Systeme notwendig machen. Des Weiteren sollten auf nationaler Ebene die legislativen, betriebsinternen und volkswirtschaftlichen Abläufe und Zusammenhänge geklärt werden. Aufgrund des Bedarfs einer qualitativen Methode wurden Experteninterviews als adäquateste Variante gewählt. Bei der Optimierung der ESO-Systemgestaltung wird das „20-20-20-Ziel“ der EU als übergeordnete politisch-strategische Zielsetzung definiert. Zusammenfassend stellt ein ESO-System im Bereich der Kleinkunden und des Wohnungsbestandes eine sinnvolle politische Option dar. Als zu verpflichtende EVU werden Lieferanten der Endenergieträger Strom, Gas, Fernwärme und Heizöl empfohlen. Um einen sicheren Planungshorizont zu gewährleisten, soll das ESO-System bis zumindest 2030 fortgeführt werden. Vorerst wird empfohlen, dass nur ein Zertifikatshandel zwischen verpflichteten EVU erlaubt ist, um Spekulationen vorzubeugen. Um die erwartete negative Umverteilungswirkung abzufedern und eine rasche Refinanzierung der zunächst von den EVU getragenen Kosten zu ermöglichen, wird eine Förderung durch die Gebietskörperschaften im Bereich der im ESO-System adressierten Maßnahmen empfohlen.

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ENERGIEEFFIZIENZ-VERPFLICHTUNGEN FÜR ENERGIEVERSORGER

OPTIMIERUNG EINES ÖSTERREICHISCHEN VERPFLICHTUNGSSYSTEMS ZUR ENDKUNDENSEITIGEN MASSNAHMENSETZUNG

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Datum: 00.00.2015
Ort: Wien

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Datum: 00.00.2015
Ort: Wien

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Das Dissertationsprojekt (822150) wurde aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft im Rahmen des Programms „Neue Energien 2020″ abgewickelt. Das Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität Linz war Finanzierungspartner des Dissertationsprojekts.

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