Roadmapping Prozesse

Bei Roadmaps ist grundsätzlich zwischen zwei Ansätzen zu unter-scheiden: erstens der explorative Ansatz, der zukünftige Entwicklungen vorauszusehen versucht, zweitens der Planungsansatz, der einen erforderlichen Ablauf hin zu einem bestimmten, gewünschten Ergebnis skizziert.
Vor allem der Planungsansatz ist dann interessant, wenn ein Commitment zu bestimmten Zielrichtungen besteht oder klare Ergebnisse angestrebt werden. Dann kann durch Einbindung von Stakeholdern und Experten die Zielsetzung in Form einer Vision klar herausgearbeitet werden und die entsprechenden Schritte, die zur Erreichung dieser nötig sind, erörtert werden. Die Strukturierung des Zielerreichungspfades in kleinere, mit Meilensteinen und Indikatoren abgegrenzte und bewältigbare Schritte vermeidet Unsicherheiten, erlaubt eine bessere Planung und zeigt kurz-, mittel- und langfristige Anforderungen an Technologien und Rahmenbedingungen auf. Der Planungsansatz ist damit ein Hilfsmittel zur Gestaltung staatlicher und betrieblicher Politiken.
Im explorativen Ansatz kann die Roadmapmethode – ähnlich dem sogenannten Scenario Planning – die zur Analyse von wahrscheinlichen Ergebnissen aufgrund gegebener Entwicklungen und Politiken eingesetzt werden und gegebenenfalls ein Korrektiv abzuleiten.

Ihre Ansprechperson: Dr. Simon Moser