Versorgungssicherheit

Versorgungssicherheit mit Energie bedeutet, dass Energie dem Konsumenten jederzeit in ausreichender Menge und Qualität zur Verfügung steht. Der Begriff Versorgungssicherheit beinhaltet aber auch die ökonomische Dimension der Leistbarkeit und verlangt, dass die Energiepreise einer Region zu keinem Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Regionen werden dürfen.
Damit Versorgungssicherheit gewährleistet ist, muss die gesamte Kette der Energieversorgung von der Produktion der Rohstoffe, dem Transport zu den Umwandlungsanlagen, sowie der Verteilung der finalen Energieform zu den Konsumenten technisch sowie organisatorisch hinreichend funktionieren und die Administration dieser Schritte durch einen effizient gestalteten Markt gewährleistet ist.
Alle politischen, ökonomischen, soziologischen und juristischen Prozesse die die Versorgungssicherheit eines Landes oder einer Region beeinflussen, werden am Energieinstitut an der JKU Linz wissenschaftlich analysiert. Das Ziel ist dabei jeweils die Ableitung von Handlungsempfehlungen für Verbesserungen der ökonomischen, juristischen und regulatorischen Rahmenbedingungen. Dies umfasst sowohl Betrachtungen der geopolitisch relevanten Zusammenhänge für eine funktionierende Produktion und Transport, über Fragestellungen im Zusammenhang mit Umwandlung und Verteilung, bis hin zu Analysen über den Anspruch der Konsumenten an eine gesicherte Versorgung mit Energie. Dazu zählt die ökonomische Bewertung des Gutes Versorgungssicherheit, die Bewertung beeinflussender Wahrnehmungsfaktoren auf Einzelkundenebene, sowie die Identifikation von Kundengruppen mit unterschiedlichem Bedarf, wie etwa einer Segmentierung der Volkswirtschaft nach Wirtschaftszweigen. Besondere Bedeutung kommt bei den Analysen des Energieinstituts die Rolle der Haushalte in der Versorgungssicherheitsdebatte zu, etwa ob bestimmte Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungssicherheit von der Bevölkerung mehrheitlich akzeptiert werden oder nicht.
Im Zuge nationaler und europäischer Forschungsprojekte wird die Expertise des Energieinstituts in allen oben genannten Bereichen regelmäßig demonstriert. Ein Beispiel für die anwendungsorientierte Forschungsperspektive ist die Entwicklung der Analysesoftware blackout-simulator.com, welche erstmals eine ad hoc Bewertung von Versorgungsunterbrechungen im europäischen Stromnetz ermöglicht.

Projekte

 

Publikationen

Schadenskosten durch wetterinduzierte Stromausfälle

Die von Klimaexperten prognostizierten Temperaturänderungen und die damit einhergehende Häufung... Weiterlesen → Weiterlesen →

Open Heat Grid – Ergebnisberichte

Das Projekt Open Heat Grid untersuchte, wie eine Einspeisung industrieller Abwärme... Weiterlesen → Weiterlesen →

Electricity supply security, service valuation, and public perception of energy infrastructure

Neue Publikation in: Protecting Electricity Networks from Natural Hazards Dieser Beitrag zum... Weiterlesen → Weiterlesen →

Linking the value of energy reliability to the acceptanceof energy infrastructure: Evidence from the EU

Neue Publikation im ELSEVIER Resource and Energy Economics Die Studie untersucht... Weiterlesen → Weiterlesen →

SWITCH OFF – AUSTRIAN CLIMATE RESEARCH PROGRAMME in ESSENCE

SWITCH OFF: Ein Schlechtwetterprogramm für die Elektrizitätsversorgung. peer-review Publikation im Journal... Weiterlesen → Weiterlesen →

Vorträge