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Demonstrationsanlage Grüne Bioraffinerie GmbH Utzenaich

Demonstrationsanlage Grüne Bioraffinerie

Ausgangssituation

Die Idee der Grünen Bioraffinerie wurde seit Jahren als Leuchtturmprojekt im Rahmen des Impulsprogramms Nachhaltig Wirtschaften aufgenommen und die erforderlichen Prozesstechniken in der Programmlinie Fabrik der Zukunft entwickelt. Nun wird diese Technologie erstmals im produktionsrelevanten Maßstab umgesetzt. Aus dem Rohstoff Gras werden neben dem Energieträger Biogas auch die Wertstoffe Milchsäure und Aminosäuren abgetrennt und zu marktfähigen Qualitäten veredelt.

Inhalte und Zielsetzungen

Am Standort der Biogasanlage Utzenaich in Oberösterreich wird eine Demonstrationslage für die Abpressung von Grassaft (1 to Silage/ h) mit angeschlossener Saftaufbereitung zur Abtrennung und Aufbereitung von Milchsäure und Aminosäuren errichtet. Der feste Presskuchen wird unmittelbar als Substrat für den Biogasprozess eingesetzt.
Primäre Zielsetzung der Demonstrationsanlage ist ein Scale-up der Prozesstechnologien sowie eine weitere Optimierung der Prozesskette in diesem Maßstab.
Die Demonstrationsanlage soll über einen Zeitraum von ca. 2,5 Jahren betrieben werden, um die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Grünen Bioraffinerie für den produktionsrelevanten Maßstab darzustellen.
Die erzeugten Produkte der Demonstrationsanlage werden begleitend zur Bemusterung von Wirtschaftsbetrieben verwendet, um potentielle Kooperationen anzubahnen.

Methodische Vorgangsweise

Als erster Schritt werden die Ergebnisse der mechanischen Fraktionierung im Produktionsmaßstab überprüft und gegebenenfalls weiter optimiert. Ziel der Pressung ist ein möglichst vollständiger Übergang der Wertstoffe Milchsäure und Aminosäuren vom Rohstoff in den Presssaft. Dabei gilt es, den Energieaufwand der Vorbehandlungen und der Fraktionierung möglichst gering zu halten.
Die Auftrennung der Wertstoffe Milchsäure und Aminosäuren erfolgt mittels modernster Trenntechnologien (Membranverfahren, Elektrodialyse, Ionentauscher und Chromatographie). Aus den bisherigen Ergebnissen kann eine grundsätzliche Verschaltung der Einzeltechnologien abgeleitet werden, die nun in der Demonstrationsanlage überprüft und gegebenenfalls adaptiert wird.
Diese grundsätzliche Verfahrensweise wird auch zu Beginn der Versuche gewählt. Da aber im semi-industriellen Maßstab nicht abgeschätzt werden kann, ob nicht zur Verbesserung der Trennleistung und Erhöhung der Standzeit andere Verschaltungen sinnvoller wären, wurde die Saftaufbereitung so konzipiert, dass Änderungen ohne größere Umbauarbeiten realisiert werden können.
Ein wesentlicher Punkt ist die Reinheit der gewonnenen Produkte. Daher wird der Betrieb der Demoanlage durch eine umfassende Analytik begleitet. Dies erfolgt durch das am Standort eingerichtete Betriebslabor sowie durch externe Spezialisten.

Ergebnisse

Ziel des Projektes ist es, die industrielle Tauglichkeit der Idee Grüne Bioraffinerie unter Beweis zu stellen. Dies bedeutet, dass am Ende des Projektes die Ausbeuten und Qualitäten der abgetrennten Produkte einerseits und die Standzeiten (Membrane, Harze etc) und Prozessparameter für die optimierte Prozessverschaltung andererseits vorliegen. Diese Ergebnisse sind durch längere Betriebszeiträume abzusichern.

Zeitplan

-    Detail-Engineering Sommer/ Herbst 2008
-    Inbetriebnahme der Saftabtrennung Dez. 2008.
-    Inbetriebnahme Gesamtanlage März 2009
-    Endbericht Frühjahr 2011

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